Ist das Leben eines Tieres mehr wert als das eines Menschen?

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Screenshot von The Blonde Vegan

Die Amerikanerin Jordan Younger, 23 Jahre jung, ist in der Web 2.0-Welt durch ihren Blog The Blonde Vegan sehr bekannt. Die engagierte Bloggerin wurde, so ist in ihrem Blog nachzulesen, 2013 nach einer fünftägigen Diät zur Veganerin. Sie bemerkte im Laufe ihrer Diät, dass die seit ihrer Kindheit anhaltenden Verdauungsprobleme verschwanden. Nach eigenen Angaben verschwanden sogar ihre Anfälle von Migräne.

Durch die positiven Nebenwirkungen ihrer Diät angespornt, stellte Jordan Younger ihre Ernährung komplett um. Ihre täglichen Eindrücke und ihr Sinneswandel teilt die Amerikanerin der Welt mit. Neben Fitnesstipps beeindruckte ihre Rezeptsammlung viele Leser. Smoothies, selbst hergestellt mit einer Saftpresse, leckere Speisen aus Gemüse und Hülsenfrüchte – all dies bereitete ihren Lesen viel Spaß. Über 70.000 Follower bei Instagram kann die Blondine, die inzwischen ihr Studium abgebrochen und eine Ausbildung zum „Health Coach“ angefangen hat, vorweisen. Ob ihr Blog genauso viel Erfolgt gehabt hätte, wenn die Bloggerin weniger hübsch wäre, sei einmal dahingestellt.

Sinneswandel einer Veganerin

Umso interessanter ist der Sinneswandel der überzeugten Veganerin. Ende Juni überraschte sie ihre Leser mit der Ankündigung, dass sie sich fortan nicht mehr ausschließlich vegan ernähren möchte. Sie habe festgestellt, dass sie inzwischen auch eine Angst vor Zucker, Gluten und Öl entwickelt habe. Der Zwang, sich gesund zu ernähren, habe inzwischen krankhafte Züge angenommen, schreibt die blonde Bloggerin. Als Auslöser dieser Essstörung sieht Jordan Younger ihre Wende zum Veganismus. Sie betont mehrfach, dass sie keine Schuld bei der Veganismusbewegung sieht, doch scheint die Abkehr von der Bewegung ähnlich schuldhaft zu sein, wie manche Religionen über Abtrünnige ihrer Anhänger richten.

Groteske Züge: Shitstorm bricht über sie hereim

So nimmt der Shitstorm, der über die junge Bloggerin hereinbricht, groteske Züge an. Auch vor persönlichen öffentlichen Beschimpfungen schrecken enttäuschte Veganer nicht zurück. Höhepunkte der Reaktionen sind sicherlich die Ankündigung der Ermordung von Younger durch einen anonymen Veganer wie auch die Drohung, man „werde ihre ganze Familie grillen“, wie ein anderer Veganer droht. Wie ernst man diese Drohungen nehmen muss, sei einmal dahingestellt, zeigt es vielmehr, dass für die Fundamentalisten der Vegan-Bewegung das Leben von Tieren höher gestellt ist, als das von Menschen.

Mr Steak gegen Mrs Vegan

Glücklicherweise hat die Amerikanerin sich bisher nicht umstimmen lassen. Ob jemand vegan lebt oder nicht ist eines jedem freie Entscheidung und von jedem zu respektieren. Es käme sicherlich kein Fleischesser auf die Idee, einen anderen Fleischesser, der dieser Nahrung abschwört, nach dem Leben zu trachten. Auch nicht, wenn es sich um eine bekannte Person handeln würde, mit der man sich gerne identifiziert.